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Alles neu macht der Mai

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»Damit« Ihr indess erkennt, woher die­ser ganze Irrthum gekom­men ist, und wes­halb man die Lust anklagt und den Schmerz lobet, so will ich Euch Alles eröff­nen und aus­ein­an­der set­zen, was jener Begründer der Wahrheit und gleich­sam Baumeister des glück­li­chen Lebens selbst dar­über gesagt hat. Niemand, sagt er, ver­schmähe, oder hasse, oder fliehe die Lust als sol­che, son­dern weil grosse Schmerzen ihr fol­gen, wenn man nicht mit Vernunft ihr nach­zu­ge­hen ver­stehe. Ebenso werde der Schmerz als sol­cher von Niemand geliebt, gesucht und ver­langt, son­dern weil mit­un­ter sol­che Zeiten ein­tre­ten, dass man mit­telst Arbeiten und Schmerzen eine grosse Lust sich zu ver­schaf­ten suchen müsse. Um hier gleich bei dem Einfachsten ste­hen zu blei­ben, so würde Niemand von uns anstren­gende kör­per­li­che Uebungen vor­neh­men, wenn er nicht einen Vortheil davon erwar­tete. Wer dürfte aber wohl Den tadeln, der nach einer Lust ver­langt, wel­cher keine Unannehmlichkeit folgt, oder der einem Schmerze aus­weicht, aus dem keine Lust hervorgeht?

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Sonja Lohrengel Metzgerstraße 74
72764 Reutlingen

Tel.: 07121–37 19 37
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